und andere Fütterungsmethoden

Etwas zum nachdenken... 

Das Leben mit unseren Hunden sollte aus partnerschaftlicher Harmonie bestehen.

Dazu zählt nicht nur die Achtung dieses Lebewesens, sondern auch seine Ernährung und somit Gesunderhaltung und Wohlbefinden.                              

Sollten Sie Ihre Fütterungsmethoden in den nachfolgenden Auflistungen  wieder finden, nehmen Sie sich bitte etwas Zeit, darüber nachzudenken ob es das optimale für die Gesunderhaltung und das Wohlbefinden Ihres Hundes ist.

1.     Die Ernährung des Hundes mit Fertigfutter

Die am häufigsten verabreichte Hundenahrung ist Fertigfutter. Die Verantwortung der Fütterung wurde an die Tierfuttermittelhersteller abgegeben in der Überzeugung, umsichtig und richtig zu  handeln.

Folgende Informationen finden Sie  auf den Verpackungen:

Tierische und pflanzliche Nebenprodukte

Laut Europäischen Futtermittelgesetzen dürfen in tierischen und pflanzlichen Nebenprodukten enthalten sein: Kadaver von Pelztieren, Hufe, Federn, Hörner, Wolle, Gewebe, Knochen, Haut, Urin, sowie Mägen, Därme, Nieren, Horn. Unter den pflanzlichen Nebenprodukten ist ausschließlich minderwertiges Material zu finden. Hierzu zählen z.B. Melasse, Gluten und Rübenschnitzel  und die  wenig verdaulichen Produkte  wie Erdnusshüllen, Getreidehüllen, Rückstände aus der Sojaverarbeitung (billige Nährstoffquelle, wird relativ schlecht verwertet). Futter, bei dem enthaltene Nebenerzeugnisse nicht zu 100% offen deklariert werden, muss als minderwertig eingestuft werden.

Konservierungsstoffe, Antioxidantien und EWG- Zusatzstoffe

Konservierungsstoffe sind erforderlich, um dem Futter eine Mindesthaltbarkeit zu geben, Antioxidantien und EWG-Zusatzstoffe verhindern das Fett ranzig  wird.

Hinter diesen Begriffen verstecken sich:

BHA (E 320), BHT (E 321), Propylgallate (E 310), und Ethoxyquin(E324), die sowohl als künstliche Konservierungsstoffe als auch als künstliche Antioxidantien verwendet werden! Dabei handelt es sich um fettlösliche, in größeren Mengen gesundheitsschädliche Substanzen. Sie sammeln sich im Fettgewebe und Leber, mit dem Resultat, dass sie früher oder später Probleme verursachen.  Künstliche Konservierungsstoffe wie BHA/BHT können bereits in den Ausgangsprodukten enthalten sein, ohne dass sie deklariert werden müssen. Die europäische Gesetzgebung macht einen Unterschied zwischen Konservierungsstoffen und Antioxidantien.                                                    

Lesen Sie auf der Verpackung „ohne künstliche Konservierungsstoffe" achten Sie bitte darauf, ob sich nicht irgendwo der Zusatz befindet: "Antioxidant: EWG-Zusatzstoffe". Ein gutes Hundefutter sollte frei davon sein.   

Getreide  

Getreide hat in Maßen sicherlich seine Berechtigung als Nährstofflieferant und Füllstoff, sollte jedoch keinesfalls den Hauptbestandteil des Futters ausmachen, da die Nährstoffzusammensetzung der benötigten kaum entspricht. Ein zu hoher Getreideanteil macht sich durch Unausgeglichenheit und breiigen, hellen Kot bemerkbar.

Abgesehen von den fraglichen Inhaltstoffen die zweifellos in  vielen Fertigfuttern enthalten sind, gibt es sicher auch Hersteller, die qualitativ hochwertiges Grundmaterial verwenden und tierversuchsfrei testen.

Zusatzstoffe

Bezeichnen alle synthetischen Zusätze des Futters.
Hierzu gehören synthetisierte Nährstoffe, aber auch Geschmacksverstärker, Farbstoffe und Konservierungsstoffe.

 

Hersteller müssen folgende Informationen auf den Dosen oder Trockenfuttersäcken deklarieren:

Die garantierte Analyse (angegeben in Prozent)

Auflistung der Inhaltsstoffe (geordnet nach Gewicht)

In der garantierten Analyse werden die Minimumgehalte an Rohprotein und Fett sowie die Maximumgehalte an Asche, Fasern und Wasser angegeben. Rohprotein ist die Gesamtmenge an Eiweiß, sagt aber nichts darüber aus, wie wertvoll das enthaltene Eiweiß ist, also was der Hundeorganismus auch wirklich verwerten kann.

Auflistung der Inhaltsstoffe:

Man sollte darauf achten, dass bei der Auflistung die Art des Fleisches angegeben wird: Lamm, Rind, Huhn,...
Wenn auf dem Etikett nur "Fleisch" steht, können im Futter gemischte Fleischsorten unklaren Ursprungs enthalten sein.

Folgende Inhaltstoffe könnten enthalten sein:

Lammfleisch, Leber, Herz, Eier, Hühnerfett, Sonnenblumenöl, Mais und Hafer.

Es könnte aber auch folgendes enthalten sein:

Lederschuh, Motoröl, gemahlene Kohle oder ein Pappkarton. Laboruntersuchungen haben das bestätigt.          

Alle Inhaltsstoffe entsprechen den angegebenen Analysemengen, nur wie ist die Verwertbarkeit?

Die Auflistung der Inhaltsstoffe erfolgt nach dem Gewicht:

Der erste auf dem Etikett angegebene Inhaltsstoff ist Lamm.
Ist Lamm also der Hauptinhaltsstoff in diesem Futter?!? Nicht unbedingt. Lesen Sie die Auflistung bitte weiter: der zweite Inhaltsstoff ist Weizenmehl, danach kommt Weizenkeim, danach Fett und danach noch einmal Weizen (als Körner)...
Die Futtermittelgesetze erlauben den Herstellern, dass verschiedene Formen eines und desselben Inhaltsstoffes getrennt aufgeführt werden dürfen.
Weizen in verschiedenen Formen ist und bleibt jedoch Weizen.
Zählt man diese verschiedenen Formen des Weizens zusammen, wiegen sie weitaus mehr als der angegebene Fleischanteil...
Also, ist in diesem Fall der Hauptinhaltsstoff Getreide, obwohl Lamm als erste Zutat aufgeführt wird!

Der Schlüssel und somit die Verwertbarkeit zu einem guten Hundefutter ist die Verdaulichkeit. Sie zeigt, ob die Nahrung aus wertvollen oder billigen Zutaten besteht. Das können Sie ganz einfach herausfinden. Als Hundebesitzer sollten Sie auf die Menge der Ausscheidungen achten. Sie sollte nicht mehr als 25% der gefütterten Menge betragen. Je größer das Volumen an Ausscheidungen im Verhältnis zur verfütterten Menge ist, desto minderwertiger ist das Futter einzustufen.

Ein guter Anhaltspunkt ist auch die Menge der vom Hersteller auf der Verpackung gelisteten Fütterungsempfehlung. Je höher die empfohlene Tagesration desto minderwertiger ist die Qualität des Futters.

2.     Die konventionelle Fleischfütterung

Verfütterung von gekochtem Fleisch kombiniert mit Flocken und Gemüse. Achtung! Im Fleisch enthaltene Eiweiße (Proteine) werden beim Kochen zerstört und sind dadurch für den Hund unbrauchbar und schwer verdaulich.

                                                        

3.     Die Mischfütterung

Abwechselnde oder auch gleichzeitige Verabreichung von Fleisch und Trockenfutter mit Flocken etc. Achtung.  Es ist kaum noch möglich, Nährstoffgehalt, Aufnahme von Mineralien und Spurenelementen sowie Vitaminen zu kontrollieren. Es kann sehr schnell zu einer Über- oder Unterversorgung kommen. Außerdem sind die Verdauungszeiten von Trockenfutter und Frischfleisch unterschiedlich. Bei gleichzeitiger Verabreichung von Fleisch und Trockenfutter wird der Verdauungsapparat des Hundes unnötig belastet!

4.     Reste der menschlichen Nahrung

Sie sind in ihrer Zusammensetzung und durch die Zubereitung (Salz, Gewürze, scharfes Anbraten etc.) für den Hundemagen nur bedingt verträglich.

5.     Vegetarische Ernährung   

Ohne Kommentar, Hunde sind nun wirklich keine Pflanzenfresser. 

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