Erfahrungsberichte von Hundebesitzern
Die Geschichte meines Labradors
Oktober 2006 - und meine Erfahrung, dass man die Frischfütterung nicht pauschalisiert anwenden kann!
Ich ernähre meinen Hund mittlerweile seit ca. sechs bis sieben Monaten frisch. Wegen seiner Allergien und Gelenke, getreidefrei. Das begann auch alles sehr gut, er bekam ein glänzendes Fell, wurde agiler und ich war glücklich mit der Ernährung. Ich habe mich sehr lange angelesen und alles was man so im Netz findet, habe ich beherzigt. Ich habe die guten Öle von Rapunzel/Pahema gefüttert, drei immer abwechselnd. Ich habe sehr viel unterschiedliches Fleisch/Fisch gefüttert. Bei uns gab es zwei allgemeine Kräuterzusätze abwechselnd täglich und auch sehr viel Gemüse und Obst immer abwechselnd. Und natürlich Calcium/Knochen und Ei. Ich dachte ich mache alles richtig und fühlte mich sehr wohl dabei.
Nach ca zwei Monaten begann sich mein Schatz sehr viel zu kratzen, er bekam am ganzen Körper Hautpusteln, sah wie schlimme Neurodermitis aus. Zuerst mal habe ich auf eine Kontaktallergie getippt. Waschmittel, Gräser...es wurde aber überhaupt nicht besser, sondern schlimmer. Er verlor an den Innenschenkeln seiner Beine fast seine kompletten Haare, hatte am ganzen Körper Schuppen, seine Haut war quasi ganz trocken. Als er dann noch am ganzen Rücken seine Unterwolle verlor, und ich durch seine Haare seine Haut sehen konnte ging’s ab zum Tierarzt. Diese ganzen Hautveränderungen spielten sich ungefähr innerhalb von drei Wochen ab.
Wir haben alles getestet, großes Blutbild, Schilddrüse, Milbenbefall..... dann kam es zum Futter...was füttern sie denn? die frage vom Tierarzt. Naja, dann zu sagen roh und wahrscheinlich schon zu wissen, dass man irgendwo einen Fehler macht, und selbst dran Schuld ist wie sein Hund gerade aussieht, ist nicht gerade prickelnd. Vor allem wenn man weiß, wie manche Tierärzte dazu stehen. Zu dem Zeitpunkt war ich echt verzweifelt, wollte schon wieder die ganze Sache über Bord werfen und ihm wieder Trockenfutter geben. War aber immer noch der Überzeugung, dass die Frischfütterung das Beste für meinen Hund ist.
Ich bin zum Glück hier bei uns an Frau Balzer geraten, die im Bereich der Rohfütterung wirklich eine Menge Ahnung hat. Zu ihr bin ich mit meinem Stinker gegangen, und sie hat einen Schreck gekriegt. Mein Hund sah wirklich ganz furchtbar aus! Ich hab mir große Vorwürfe gemacht. Die Haut ist nun mal das größte Organ, und man sah dem Kerl an wie unwohl er sich fühlte. Durch ihren Rat und ihre Hilfe habe ich ihm noch andere Zusätze gegeben. Erstmal eine Kur mit Nachtkerzenöl, dann noch Cervico für die Haut und Seealgenmehl für die Funktion der Schilddrüse. Sie erklärte mir, dass nicht jeder Hund gleich ist und pauschal über einen Kamm geschoren werden kann. Manch anderer Hund kommt super mit den empfohlenen Futterplänen im Netz klar, meiner aber halt nicht. Sie konnte mir auch nicht versichern, dass diese Kombination für ihn direkt die richtige ist, aber wir mussten uns jetzt langsam an das Problem rantasten.
Ab jetzt begann ich, mir genau aufzuschreiben was mein Dicker bekam, ich machte Tabellen, in denen ich die Gemüse-, Obst- und Fleischsorten und Milchprodukte eintrug und alles andere was er bekam. Weiterhin bekam er allgemeine Kräuter, Calcium, Öle, Grünlippmuschel + MSM+ Hagebutte für seine Arthrosen (unabhängig von den Hautproblemen) und zusätzlich die drei oben genannten Dinge (Cervico, Seealge, Nachtkerzenöl). Ich musste nun Geduld haben, dass wusste ich, ist aber nicht gerade meine Stärke….
Nach vier Wochen sah man die ersten Erfolge, er kratzte sich nicht mehr. Ich hatte Tränen in den Augen und freute mich wie ein kleines Kind.
Nach weiteren zwei Wochen hörte die Haut langsam auf zu schuppen und die Pusteln verschwanden langsam.
Noch mal vier Wochen später begann sich sein Fell wieder neu zu bilden, man sah richtig wie es wuchs. Ich war so glücklich! Mein Hund strahlte wieder! Mittlerweile sind wir soweit, dass sein Fell auch wieder anfängt zu glänzen, vorher war es ganz stumpf.
Die Kur mit dem Nachtkerzenöl war nach acht Wochen zu Ende. Die anderen beiden Zusätze wird er sein Leben lang weiter bekommen, beide je zweimal die Woche.
Ein paar Wochen nach dem Absetzen des Nachtkerzenöls, begann er sich wieder zu jucken. Frau Balzer und ich haben beschlossen, dass er nun regelmäßig fünf Tropfen täglich von diesem Öl bekommt. Er ist halt sehr sensibel, was die Haut betrifft und so etwas möchte ich nicht noch mal erleben!
Das waren unsere Erfahrungen. Ich tue mich schwer, dass zu erzählen. Aber ich finde es auch wichtig, dass man mal sieht, dass bei der Rohfütterung nicht jeder Hund gleich reagiert. Manch ein anderer kommt vielleicht klar, wenn er nur Fleisch bekommt, meiner aber braucht diese „Spezialbehandlung“. Mich trifft es sehr, dass ich mit meiner Blauäugigkeit ihm das „angetan“ hab. Dazu sagen möchte ich, dass wir alles nur durch Änderung der Fütterung hingekriegt haben, ohne Zugabe von jeglichen Mittelchen vom Tierarzt.
Im Nachhinein bin ich umso froher, dass wir diese Erfahrung gemacht haben, was man mit natürlichen Mitteln alles erreichen kann und jetzt glücklich sind mit unserer Frischfütterung. Und vor allem noch glücklicher Frau Balzer gefunden zu haben! Ein riesiges Dankeschön! Vor allem von meinem Dicken!
Hier noch Fotos zur Vorstellung des vorher-nachher Effekts.
Das erste Foto zeigt seinen kahlen Bauch (die lichten Stellen am Rücken ließen sich schlecht fotografieren, weil sie eigentlich mehr fühlbar waren)

Das zweite Foto sind die Innenschenkel, die an jedem Bein so aussahen.

Das dritte Foto sind die Schuppen am Rücken, die hatte er einfach überall.

Und dann noch zwei wie er heute aussieht! In meinen Augen ein ganzer Prachtkerl :-), der einfach nur glücklich und zufrieden ist.

