Ein Unglück kommt selten allein!
10.07.2011
Mikel fehlt uns allen sehr und Jule zeigte seit 4 Wochen eher wenig Lebensfreude.
Wir haben dann am Sonntag einen Vierbeinigen Freund von Julchen eingeladen. Die beiden haben so schön gespielt, so dass auch wir wieder ein kleines Lächeln in unseren Augen hatten. Julchen lief beim spielen einen bewaldeten Hang hinauf und wollte wieder runter düsen nach dem Motto „krieg mich doch“. Sie schrie urplötzlich schrecklich auf und kam mit zugekniffenem und blutigem Auge zu uns und jammerte nur noch. Ich habe versucht ihr Auge zu öffnen um zu schauen was passiert ist......Ein großes Loch in der Pupille. Sie hatte sich einen Ast ins Auge gerammt. Wir waren wie vom Donner getroffen, nicht das auch noch. Erst unser Mikel und nun Jule. Und, klar, am Sonntag.
Wir haben sofort unseren Haustierarzt informiert und konnten direkt zu ihm kommen. Nach langer Untersuchung stand die Diagnose fest: Das rechte Auge ist zerstört, die Hornhaut perforiert, die Pupille durchstoßen, die Sehkraft weg. Es war einfach schrecklich.
Die Behandlung sollte nun so erfolgen das wir versuchen wollten zumindest das Auge optisch zu erhalten. Ich musste halbstündlich ein Augengel auftragen und 4 stündlich Antibiotische Tropfen verabreichen. Wir haben ihr zusätzlich eine weiche Halskrause verpasst damit sie sich nicht reibt oder mit der Daumenkralle versucht ans Auge zu kommen.
Bis Freitag verlief auch alles den Umständen entsprechend gut. Das Auge hat zwar geeitert und nachgeblutet, am Mittwoch kam auch ein Stück Holzsplitter aus dem Auge, aber darauf hatte unser TA uns bereits hingewiesen. Er sagte das eine Augen OP sehr schwierig ist und bei Jule müssen wir eh vorsichtig sein (sie hatte ja bereits eine schwere Blasen OP mit Komplikationen als wir sie vor 2 Jahren bekommen haben), also daher die Augenerhaltenden Maßnahmen.
16.07.2011
In der Nacht von Freitag auf Samstag ging es Jule immer schlechter, sie hat nichts mehr gefressen, getrunken und Fieber bekommen. Das Auge quoll ihr fast aus dem Gesicht, so stark war es angeschwollen. Sie hatte sichtlich starke Schmerzen.
Wir haben sofort unserem TA informiert und sind zu ihm gefahren. Unser TA hat sofort gehandelt. Das Auge musste so schnell wie möglich entfernt werden es drohte zu platzen. Es hatte sich in der Nacht ein Glaukom gebildet, der Augeninnendruck erhöht sich dabei ständig und drückt auf die Netzhaut, das ist grausam schmerzhaft. Der Sehnerv wird dabei vollständig zerstört und die Netzhaut abgelöst.
Eine OP in einer spezialisierten Klinik wäre erst am Montag geschehen und Jule hätte bis dahin dort bleiben müssen. Da es ihr psychisch sehr schlecht ging durch Schmerzen, Erblindung auf einem Auge und Verlust von Mikel haben wir uns entschieden es direkt machen zu lassen. Wir brauchten sofort Hilfe, nicht erst am Montag.
Das war eine große Aufregung denn samstags hat unser TA geschlossen und behandelt nur Notfälle. Für die OP aber brauchte er Hilfe. Also bekam Jule erst Morphium, dann Novalgin damit sie ruhig gestellt werden konnte und das Schmerzzentrum bereits vor der Narkose ausgeschaltet wurde.
Nachdem das Praxisteam zusammengetrommelt wurde hat unser TA Jule in meinen Armen narkotisiert. Wir mussten sie dann verlassen. Wir waren voller Anspannung, schafft sie es und wie wird sie aussehen (das Lid wurde vernäht). Nach 3 Stunden bekamen wir Julchen, noch in Narkose, wieder. Jule sollte nun bei uns zu Hause aufwachen, in vertrauter Umgebung.
Das Auge ist nebst Sehnen, Nerven, Muskeln Bändern entfernt worden. Es ist eine „Knochenhöhle“ entstanden, die mit dem Augenlid vernäht wurde.
Es gab leider auch Komplikationen. Das Auge ist während der OP geplatzt und in die Augenhöhle gelaufen. Das ist ungünstig für die Wundheilung, es bleibt uns auch nichts erspart.
Die Nacht war natürlich nicht gerade schön, Jule blutete aus der Nase und dem noch vorhandenem Auge. Sie atmete sehr heftig, die Zunge hing ihr noch aus dem Maul. Doch gegen 22:00 Uhr erwachte sie langsam und war dabei erstaunlich ruhig. Als sie vor 2 ½ Jahren, als sie zu uns kam, im Vorfeld die schwere Blasen OP hatte war sie sie sehr schlecht drauf und hatte tagelang geschrien, so dass die damals behandelnde TÄ Jule zur Vermittlung bei sich gehalten hatte. Sie sagte dass wir darauf vorbereitet sein sollten wenn irgendwann vielleicht einmal eine weitere OP anstehen sollte. Doch das ist jetzt nicht geschehen. Wenigstens ein kleiner Lichtblick. Nachdem sie aus der Narkose aufgewacht war schlief sie wieder ruhig ein, die Medikamente zeigten ihre Wirkung. 

17.07.2011
Am Sonntagmorgen war Jule bereit aufzustehen. Sie war noch sehr wackelig und schwach, hat aber getrunken. Zum Glück. Sonst hätte sie an einen Tropf gemusst. Nur fressen wollte sie noch nicht. Ein kleines Stückchen Leberwurst ging aber gerade eben dann doch rein.
19.07.2011
Das nicht mehr vorhandene Auge ist stark angeschwollen und es sind Nachblutungen entstanden. Das ist ein normaler Heilungsverlauf, sieht allerdings nicht besonders gut aus. Das Fressen klappt nun besser, allerdings nur aus meiner Hand. Das Futter muss weich sein da Jule noch Schwierigkeiten hat Ihr Gesicht, bzw. die Muskeln anzuspannen.
Wir hoffen dass der Heilungsprozess weiter gut verläuft.

21.07.2011
Jule liegt auf dem Sofa zwischen uns und genießt mittlerweile wieder ihre Knuddeleinheiten. Ihre Halskrause können wir dadurch kurzzeitig abnehmen. Sie legt ihr Köpfchen wieder in unsere Hände, was vor ein paar Tagen undenkbar war. Die Nachblutungen sind wieder stärker geworden. Ich muss entlang der Narbe und Fäden mit einem feuchten Wattebausch das Blut und Wundwasser entfernen. Jule lässt es sich mehr oder weniger gefallen. Tapferes Mädchen!
Sie tut uns schrecklich leid, aber was nutzt es? Wir müssen nun tapfer sein, den Verlust von Mikel und nun dieser Unfall mit nachfolgender Behinderung. Aber es gibt schlimmere Schicksale, wir 3 werden lernen müssen damit gut umzugehen. Nur muss Jule jetzt bloß durchhalten, das ist im Moment das einzige was wir uns wünschen, bitte nicht noch einen Hund in so kurzen Abständen verlieren....


22.07.2011
Heute musste die Wunde gespült werden. Jule wurde mittels einer Spritze Penicillin in die noch zum Teil offene Narbe gespritzt.

Unser tapferes Mädchen bei mir im Büro

25.07.2011
Ich musste heute wieder zum TA. Ich habe gestern bemerkt dass sich die Naht irgendwie verschoben hat. Es war schwer zu erkennen, die Wunde "suppte" zu stark. Leider bestätigte unser TA es mir, die Naht hat sich gelöst. Das Unterlid und umliegende Gewebe stirbt ab so dass die Naht keinen Halt mehr hat. Die Fäden mussten komplett gezogen werden und die Wundhöhle gespült werden. Diese ist nun offen, lediglich zwei Fäden halten die Wunde nun einigermaßen zusammen. Morgen muss erneut gespült werden und am Mittwoch muss wieder operiert werden. Ob die Wunde dann geklammert oder noch einmal genäht werden muss ist noch ungewiss.
Jule ist so tapfer, ich weiß nicht wie sie alles erträgt, aber sie tut es. Ich selber bin fix und fertig, der Anblick nach Öffnung der Naht hat mich heute aus den Schuhen gehauen. Ich bin so erschöpft und ausgelaugt, halte Tag-und Nachtwache. Wenn sich doch nur ein kleiner Lichtblick zeigen würde….
27.07.2011
Heute wurde Jule das zweite Mal operiert. Die Wundränder nebst Unterlid und das abgestorbene Gewebe wurden chirurgisch entfernt. Die Wundhöhle war nicht eitrig!
Die offene Augenhöhle wurde wieder geschlossen. Durch den Hautsubstanzdefekt wurde diesmal eine spezielle Wundverschlusstechnik angewendet, die U-Naht. Ich hoffe inständig das es nun endlich heilt!!!!!!!!!!
Jule noch in Narkose. Damit sie nach Aufwachen besser sieht hat sie eine durchsichtige "Tüte" bekommen. Diese starren, blöden Dinger. Heute Abend bekommt sie wieder die weiche. Die ist zwar nicht durchsichtig aber wesentlich weicher und bequemer. Außerdem, nachts wird ja auch geschlafen.




28.07.2011
Unsere Nacht verlief relativ ruhig. Jule hatte zwar heftige Träume aber das hat sie unter "normalen" Umständen auch ab und wann.
Die Narbe sieht gut aus, hier hat sich seit gestern nichts verändert
Wir erhalten viel Anteilnahme, das fängt einen in tieftster Sorge um Jule und auch Trauer, über Mikels Verlust, auf.
Heute morgen kam ein Survival Päckchen zu uns nach Haus. Nervennahrung, Prösterchen für die ersten Heilungserfolge, etwas entspannendes gute Laune Drops damit wir Jule ein positives Gefühl geben können. Wir sind überwältigt und es fehlen die Worte. An uns denken wir gerade nämlich überhaupt nicht....
29.07.2011
Der zweite Tag nach der zweiten Op. Heute bekam Jule wieder eine antibiotische Depotspritze. Die Wundheilung sieht für den Moment gut aus, doch warnt der TA trotzdem. Sie ist mit der Wundheilung noch nicht über den Berg.
Wir haben uns entschieden dieses starre, aber durchsichtige Halskrause weiter zu verwenden. Obwohl sie unbequemer ist merken wir das Jule dadurch sicherer wird. Sie wird sie noch für längere Zeit tragen müssen. Normalerweise wären heute die Fäden der ersten OP gezogen worden doch durch die Komplikationen und erneute OP dauert es nun noch mindestens 14 Tage länger.



Es ist schwierig zu beurteilen wie Julchen sich nun fühlt. Liegt es allein an der Augenentfernung, fehlt ihr der Mikel immer noch so sehr, oder liegt es an beidem? Sie frisst jedenfalls manchmal gut dann wieder schlecht. In den letzten 14 Tagen macht sie einen recht fröhlichen Eindruck dann wieder wirkt sie depressiv und traurig. Sie hat viel mit gemacht, ist sehr tapfer, aber sie ist auch ein Seelchen. Das die ganze Situation Spuren hinterlässt ist klar doch diese Achterbahnfahrten ihrer Gefühle sind schwierig einzuordnen.
Warum können Hunde sich nicht sprachlich mitteilen? Ich bin leider kein Hundeflüsterer, kenne zwar viele Signale und kann einschätzen wie Jule sich Anhand ihrer Körpersprache fühlt, dennoch bin ich jetzt mit dieser Situation von meinem Einschätzungsvermögen überfordert.
30.07.2011
Nächstes Update:
der 3. Tag nach der 2. Op. Die Wunde ist unverändert. Bis jetzt keine Schwellung, kein Nachbluten. Ich wage es kaum zu schreiben. Die neue Naht spannt zwar mehr, das kann man richtig sehen, aber bis jetzt hält sie.
Jule fängt heute an: "ich habe Hunger ". Ich füttere sie immer noch aus der Hand. Diese blöde Tröte läßt sich so umständlich öffnen. Jule ist das öffnen unangenehmer als die eigentliche Tröte selbst. Die weiche hat einen tollen Klettverschluß, da geht es sehr einfach, aber sie ist halt nicht durchsichtig.
01.08.2011
Heute hatte ich einen großen Durchhänger. Mikel fehlt so sehr und wenn ich dann in Julchens Gesicht schaue…..sie tut mir so leid.

Ihr Zustand ist stabil, die Wunde hat sich nicht verändert. Sie ist trocken, es hat sich bis jetzt keine weitere Schwellung gebildet. Das Oberlid, bzw. das was nach der zweiten OP noch übriggeblieben ist, fällt nun immer mehr nach innen ein. Das Unterlid, bzw. der Rest davon ist noch leicht geschwollen.
Wir beten weiter dass das Gewebe hält!!!!!
Jule darf weiterhin nur an der Leine geführt werden. Dabei sind Ausgiebige Spaziergänge noch tabu Selbst im Garten muss sie sich ruhig verhalten damit die Naht nicht reißt. Diese steht immer noch stark unter Spannung. So langsam wird Jule ein wenig ungeduldig. Nach über 3 Wochen darf sie das auch. Sie möchte nun sooo gerne rennen und springen, mit anderen Hunden wieder Kontakt haben. Leider ist es noch zu früh. Ich nehme ihr gerade viel Lebensfreude und wünsche sie verzeiht es mir.
Was mir nun auffällt ist das sie einen großen Drang hat nach rechts zu laufen, also in ihr nun blindes Gesichtsfeld. Nun liegt es an mir, ihr Sicherheit zu geben.

So schaut es ganz "nah" aus


02.08.2011
Jule im Garten. Endlich einmal ein "sonniger" Tag. Gut für unsere Seele!

Seht Ihr den Pfeil? Weiter unten ist es passiert!






Links in den Tannen. Ein kurzer Augenblick der Jules restliches Leben dauerhaft beeinflussen wird.


Durch einen Sturmschaden ist eine Tanne abgeknickt.

DER ÜBELTÄTER!! Ein abgebrochner Ast. Hinter der abgeknickten Tanne. Bis heute konnte ich kein Foto davon machen.

Bei den heutigen Fotos ist Jules "OP" Wunde immer mehr eingefallen. Innerhalb von Minuten. In Natura ist es deutlicher zu erkennen, aber wenn man beide Gesichtshälften vergleicht sieht man es sogar auf einem Foto! Ein komisches Gefühl (obwohl bereits darauf vorbereitet)

04.08.2011:
Die Wunde ist immer noch trocken, die Naht immer noch geschlossen, die Augenhöhle noch mehr eingefallen, oh bitte, heile, heile, heile.
Vielleicht können nächste Woche die Fäden gezogen werden .
14.06.11: Mikels letzte Stunden.
25.06.11: wir haben Mikels Asche heimgeholt. Dieser Tag hat sich, wie sein Todestag, tief ins Gedächnis eingegraben.
10.07.11: Jules Unfall. Ab sofort tägliche Versorgung durch mich. In halbstündlichen Abständen muss ein Augengel auf die Pupille aufgetragen werden. Alle 4 Stunden zusätzlich eine antibiotische Augensalbe. Tägliche Kontrolle durch den TA. Es eitert immer mehr.
16.07.11: Not OP. Akutes Glaukom, extrem starke Schmerzentwicklung, hohes Fieber, Nahrungs- Flüssigkeitsverweigerung, das Auge seht kurz vor dem platzen. Komplette Augenentfernung incl. Fettgewebe, Sehnerv, Netzhaut, Muskeln und Bänder. Dauer incl.Vorbereitung (Morphiumgabe und Novalgin um das Schmerzzentrum vor Narkose bereits auszuschalten) ca. 3 Stunden. Die Tage danach sehr schlechte Wundheilung.
25.07.11: frühzeitiges Fädenziehen da Komplikationen mit Wundheilung. Extremes Nachbluten bis zu dem Zeitpunkt, das komplette Unterlid ist abgestorben. Die Naht hat sich dadurch abgelöst. 2 Tage offene Augenhöhle
27.07.11: Zweite OP mit chirugischer Enrfernung abgestorbem Gewebes an den Wundrändern und Entfernung des Unterlides. Schließung der Augenhöhle als "U-Naht". Dauer ca. 1 Stunde.
Seit dem 10.07.11 bin ich nun fast täglich zur Kontrolle beim TA.
Der nächste Termin ist hoffentlich ein erfreulicherer, nämlich der zum Fädenziehen!!!!
Meine Kraft ist fast erschöpft, doch darf ich mir Jule gegenüber nichts anmerken lassen. Sie ist nach wie vor sehr tapfer. So langsam holt mich Mikels Verlust auch wieder ein.
Die große Anteilnahme unzähliger Hundefreunde gibt mir viel Mut und stärkt mein Nervenkostüm. Ich bin sehr dankbar für Euer aller Mitgefühl!!!
08.08. 2011:
vorsichtiger Optimismus, die Wunde ist immer noch trocken, die Naht hält.
Am Donnerstag werden, vielleicht , die Fäden gezogen. Oh wäre das schön.
Bin ich nicht schon fein anzuschauen?
Da ich so tapfer bin bekomm ich jetzt bestimmt ein Trösterlie

So schaute die Wunde heute aus:

11.08.2011
Wir sind soooo glücklich!!!!!!!!
Die Fäden sind gezogen, die Wunde verheilt gut, die "Tröte" ist eeeendlich ab.
Diese mußte Jule auf der Heimfahrt vom TA zwar noch anbehalten da noch einmal Jod auf die Nahtstelle nach dem Fädenziehen aufgetragen wurde. Das brennt ein wenig und damit Jule während der Heimfahrt nicht daran kratzt sollte der Halskragen noch getragen werden. Aber was sind da schon ein paar läpische Minuten wenn die Tüte doch über 33 Tage getragen werden mußte.
Jule konnte es gar nicht fassen. Sie saß einfach da und schaute uns mit Ihrem Äuglein an: Hä, was ist das denn? Erst nach Aufforderung stand sie auf und ging mit uns in den Garten. Dann legte sie einen Sprint hin der war unglaublich. Sooo viel Lebensfreude. Sie hat Hacken geschlagen wie ein Weltmeister: Meister Lampe ich mache dir Konkurrenz. Der Sprint dauerte nich lange denn Jule ist ja seit dem 10.07. recht kurz gehalten worden. Sie durfte bis heute nicht rennen oder springen. Sie hat nach dem Sprint erst einmal "Bubu" gemacht.
Ich träume gerade vom rennen, bin fix und fertig aber froh und zufrieden:

Ich es endlich geschafft!!!!
So schaut es jetzt aus:
Ich werde natürlich weiter berichten wie es mir fortan geht, wie das Fell nachwächst, wie ich mit meinem fehlenden Auge klar
29.08.2011
eine Woche nachdem die Fäden gezogen worden sind (und es endlich guuuut verheilt war) hat Herrchen einen schweren Motoradunfall. Die Polizei stand vor meiner Tür und teilte mir mit das mein Mann einen schweren Unfall hatte, nicht ansprechbar sei und ich sofort ins Krankenghaus müsse.......zeitgleich mussten wir uns ein neues Zuhause suchen.....Ich möchte nicht darüber sprechen,....
Januar 2012
Nun ist es ein halbes Jahr her, Jules Unfall, Herrchens Unfall (ich bitte um Verständnis wenn ich nicht alle Einzelheiten aufzähle) , Mikels Tod, der Umzug! So langsam kehrt Normalität ein, Jule geht es soweit gut, sie hat sich einigermaßen gut eingelebt im neuem Zuhause, bis auf die Tatsache das sie ständig "aneckt", sich den Kopf stößt, irgendwo gegen läuft und bei größeren Menschenmengen die Orientierung zu uns verliert, ich denke sie braucht Zeit, aber auch und vielleicht auch einen neuen Partner????
So schaut sie nun aus:
Es sieht gut aus, dennoch, jedesmal wenn ich in Julchens Gesicht blicke zerreißt es mir mein Herz.........zu schmerzlich ist die Errinerung an Vergangenes.....